Vereinschronik

 

 

Stephan Reuscher gründete am 11.11.1994 die Erste Oecher Hunnenhorde. Die Idee dazu war ihm beim Besuch eines Lagers der 1. Kölner Hunnenhorde gekommen. Er war beeindruckt von den Gewändern und dem Auftreten der Horde und dachte sich: "So etwas fehlt in Aachen!".

 

 

Aber waren die Hunnen überhaupt jemals in dieser Region gewesen? Gab es einen historischen Hintergrund, der die Gründung einer Horde begründete?
Jedes Aachener Kind lernt schon in der Schule, dass Aachen im 5. Jahrhundert nach Christus (als die Hunnen ihre Blütezeit erlebten) für die Römer ein wichtiger Kur- und Erholungsort war. Aachen, das zu dieser Zeit "Aquis Grana" hieß, war durch die heißen Quellen etwas ganz Besonderes. Römische Feldherren und verdiente Soldaten kamen hierher, um sich in den Thermalbädern zu erholen. Rom versorgte seine Truppen hier gut und ließ es an nichts fehlen. Die Hunnen wussten davon und versprachen sich reiche Beute. Sie waren auf dem Weg durch das Römische Reich bereits tief in den Westen Europas vorgedrungen. Ob die Hunnen Aachen angegriffen oder ob die Römer sich freigekauft haben, ist nicht überliefert. Hier darf man die Phantasie noch ein wenig spielen lassen�. Hunnische Reiterhorden in unserer Altstadt? Oder blieben sie vor den Toren der Stadt? Wie dem auch sei - ein historischer Hintergrund war gefunden.

Unsere aufwändigen Kostüme wurden in Eigenregie hergestellt - wie auch heute noch. Nach einem Jahr der Vorbereitung und Planung ging es mit viel Freude in die Session 1995. Am Rosenmontagszug nahmen wir mit Begeisterung teil. Die Aachener nahmen uns mit offenen Armen auf und erfreuten sich an dem noch ungewohnten Anblick der Gewandungen unserer Fürsten und Krieger und ihrer schönen Frauen mit den langen schwarzen Haaren und dem auffälligen Schmuck.

Im Jahre 2002 veranstalteten wir unser 1. Hunnenlager in Würselen.
Wir bauten hunnische Jurten (Zelte) auf, die so eingerichtet wurden wie die Hunnen früher gelebt haben (sollen). Im historischen Lagerteil wurden hunnische Bräuche vorgeführt. Im Rahmenprogramm gab es Showtänze, Stimmungsbands und vieles mehr von befreundeten Vereinen zu sehen. Das Lager ist für uns zu einem festen Ereignis geworden, zu dem wir jährlich einladen. Trotzdem verstehen wir uns als Karnevalsverein und freuen uns sehr auf die zahlreichen Auftritte während der Session in Aachen und Umgebung. Viele wunderbare Freundschaften, auch über die Grenzen hinweg, konnten wir im Laufe der Jahre knüpfen - zu anderen Hunnenhorden ebenso wie zu anderen Karnevalsvereinen. Nur ist unser Präsident eben ein echter Fürst und wird von uns respektvoll "Attila" genannt. Und wie an jedem Königshof gilt auch bei uns: Was König Attila sagt, ist Gesetz!

Die KG Fidele Freunde ermöglichte als unser Patenverein die Aufnahme in den Ausschuss Aachener Karneval. Vielen herzlichen Dank!

 

 

Der plötzliche Tod von unserem ersten Attila Stephan Reuscher traf uns schwer. Wichtig ist uns zu sagen, dass wir Stephan Reuscher und seiner Frau Rosemarie Reuscher für die jahrelange, liebevolle Vereinsarbeit von Herzen danken. Ohne Euch gäbe es uns nicht...

 

Nach dem Tod unseres Gründers übernahm Jos Ramakers 2005 die Rolle des Attila. Auch Jos gebührt großer Dank für die Leitung unseres Vereins, sein großes Engagement und auch die Organisation diverser Ausflüge (wie z.B. die legendäre Trapistenbierwanderung, an die wir uns alle gerne zurückerinnern).

Seit 2010 wird die Oecher Hunnenhorde nun von Norbert Kaußen als Attila und Mario Fuchs als Geschäftsführer geleitet. Die beiden sind ein tolles Team und jeder weiß: Wo der eine ist, ist der andere nicht weit! Wir hoffen auf viele weitere gemeinsame Jahre mit Euch. Vielen Dank.